Vom Mord am Esstisch zur Zombie-Paella
Seit 2009 laden wir Menschen dazu ein, sich verdächtig zu machen. Wir schreiben, verlegen und produzieren Krimidinner für zuhause – Abende, an denen Freunde Alibis brauchen, Familienmitglieder sich gegenseitig misstrauen und der Nachtisch erst serviert wird, wenn wenigstens eine Person schrecklicher Taten beschuldigt wird.
Kurz gesagt: Wir lieben Spiele. Sehr sogar.
Bei uns sitzen keine Menschen, die abends brav ins Bett gehen, nachdem sie „nur eine schnelle Runde“ gespielt haben. Nein. Wir sind die Sorte Menschen, die um 23:47 Uhr sagen: „Eine Partie geht noch.“ Wir lesen Regelhefte wie andere Leute Krimis, diskutieren Spielmechaniken beim Kaffee und haben schon mehr als einmal überlegt, ob man ein Mordmotiv auch als Karteneffekt formulieren kann.
Bisher war unser Zuhause vor allem die Welt der Krimidinner: Rollen, Geheimnisse, falsche Fährten, dramatische Enthüllungen und natürlich die klassische Frage: „Warst du es?“
Mit Zombie Paella wagen wir nun unseren ersten Gehversuch in den Bereich der Brett- und Kartenspiele. Und wie es sich für einen ordentlichen ersten Gehversuch gehört, stolpern wir nicht über ein harmloses Familienspiel, sondern direkt in eine herrlich schräge, untote, taktische und ziemlich appetitanregende Katastrophe.
Zombie Paella ist das erste Kartenspiel, das der Samhain Verlag in Lizenz herausgibt. Für uns ist das ein aufregender Schritt: raus aus dem Speisezimmer voller Verdächtiger, hinein in eine Welt voller Karten, Chaos und Zombies mit kulinarischen Ambitionen. Aber keine Sorge: Auch wenn diesmal keine Gastgeberin heimlich das Testament verschwinden lässt, bleibt unser Herz dort, wo es immer war – bei Geschichten, Spannung, Humor und gemeinsamen Spielmomenten.